Was ist Judo

Der Name JUDO kommt aus dem Japanischen und lässt sich etwa übersetzen mit "Sanfter Weg zur Geisteshaltung" oder  "Siegen durch Nachgeben". JUDO ist ein Kampfsport, der zu zweit ausgeführt wird. JUDO kommt ursprünglich aus Japan und geht dort zurück auf die Kunst der Selbstverteidigung ohne Waffen der japanischen Krieger, auch Samurai oder Bushi genannt.

Im Shiai, dem Kampf (Randori = Übungskampf), geht es darum den Partner bzw. Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, mit einem Wurf, und so einen Sieg (Ippon, voller Punkt) zu erlangen. Dabei besteht aber eine gegenseitige Verantwortung für den Partner oder die Partnerin.Bei keinem vollen Punkt (Ippon) kann der Kampf auch auf dem Boden fortgesetzt werden. In der KATA, der Kür, geht es um formvollendete Abläufe der Techniken durch die Judokas.

JUDO war erstmals 1964 in Japan auf dem olympischen Programm. Seit 1972 gehört JUDO, als erste asiatische Zweikampfsportart, zu den olympischen Disziplinen und seit 1988 auch das Frauenjudo. Die Sportbekleidung (Judogi) besteht aus einer Hose (Zubon), einer Jacke (Kimono) und einem Gürtel (Obi). Darüber hinaus ist ein weißes T-Shirt für weibliche Judokas vorgesehen.

Wozu Judo

Im Wechsel von Angriff und Verteidigung  – von Aktion und Reaktion – wird versucht, das Gleichgewicht des Partners oder der Partnerin zu brechen. Dabei kommt je nach persönlichem Leistungsstand des Kämpfenden die erlernte Wurf-, Hebel-, Würge- oder Festhaltetechnik zum Einsatz.

So ist JUDO eine Sportart, die für Jung und Alt große Reize ausübt. Es geht um eine hohe Kunst der Körperbeherrschung und des sich Einstellens auf die Bewegungen des Partners und dabei dennoch bewusst und gezielt eigene Techniken auszuführen. So wird es auch verständlich, dass der Weg zu den zehn Meistergraden (Dan-Grade) über die sechs Schülergrade (Kyu-Grade) führt.

Neben den faszinierenden Wettkämpfen, bei denen ein Kampf (Shiai) 3–5 Minuten dauert, gibt es im JUDO auch die Form der Kür (KATA), dabei werden nach Form und Schönheit der Bewegungsabläufe die Wertungen gegeben. So haben im JUDO auch Menschen in der zweiten Lebenshälfte noch vielfältige Möglichkeiten, einen persönlichen Weg des Lernens zu beschreiten.